bildgebende diagnostik
 
hueftgelenksarthrose
Hüftgelenksarthrose
 

Der Orthopäde unterscheidet vier Schweregrade der Gelenksknorpelschädigung.

Grad 1 Erweichung und Verfärbung des Knorpels
Grad 2 oberflächlicher Knorpelschaden
Grad 3 tiefer Knorpelschaden
Grad 4 fehlender Knorpel, frei liegender Knochen.

 
haueftarthrose grad 1-4
Outerbridge-Klassifikation
 
Gelenksbeschwerden
Nahrungsergängung
 
acp-therapie
 
ACP-Arthrose
ACP (Arthrex®) Therapie

Als Arthrose bezeichnet man die Schädigung und in weiterer Folge den Verschleiß des Gelenkknorpels. Sie ist die wichtigste Ursache für Bewegungseinschränkungen und eine schwerwiegende Belastung für alle Gesundheitssysteme. Bei den über 60 jährigen klagt jeder Zweite über schmerzende Gelenke, wobei Hüfte und Knie zahlenmäßig am stärksten betroffen sind. Die Arthrose hat viele Ursachen - erbliche Veranlagung, Übergewicht, Beanspruchung im Beruf oder Sport. Sie ist im Regelfall ein fortschreitendes Leiden, welches zu chronischen Schmerzen führt und eine dramatische Abnahme der Lebensqualität sowie der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat.

Die Behandlungsmethode richtet sich nach dem Ausmaß des Gelenkverschleißes, der durch bildgebende diagnostische Untersuchungen wie Röntgen und/oder Kernspintomographie (MRT) festgestellt wird.

 
 

Die Arthrosebehandlung beinhaltet zum Teil sehr unterschiedliche therapeutische Optionen. Die Krankengymnastik - unterstützt durch physikaltherapeutische Maßnahmen (Strom, Ultraschall, Wärme,…) - lindert Schmerzen und dient dem Erhalt von Kraft und Beweglichkeit. Neben klassischen Rheumamittel (Voltaren® oder Ibuprofen® oder ähnliches) in Kombination mit Magenschutzpräparaten können Schmerzmittel aus der Morphingruppe (Tramal®) eingesetzt werden. Alternativ können sogenannte Cox2-Hemmer wie Celebrex® gegeben werden, welche eine geringere Komplikationsrate hinsichtlich der gefürchteten Magen/Darmblutungen haben sollen. Besonders in den entzündlichen Phasen (aktivierte Arthrose) kann Cortison ergänzt mit einem Lokalanästhetikum ins Gelenk gespritzt werden.

Heute gewinnen ernährungstherapeutische Maßnahmen in der Arthrosebehandlung immer mehr an Bedeutung. Der Knorpel besteht bis zu 80 Prozent aus Wasser, den Rest bilden neben der Hyaluronsäure die Knorpelnährstoffe Chondroitin und Glucosamin, welche für Elastizität und Festigkeit verantwortlich sind. Diese Substanzen sind mittlerweile gut erforscht und werden oral verabreicht. Neben entzündungshemmenden Eigenschaften gleichen sie Knorpeldefizite aus. Die Hyaluronsäure ist für die Viskosität der Gelenksflüssigkeit verantwortlich und hat eine Schutzfunktion für die Knorpeloberfläche. Als Reaktion auf einen Knorpeldefekt oder eine beginnende Arthrose verändert sich sowohl deren Qualität als auch Quantität. Bei der Viskosupplemation mit exogener Hyaluronsäure handelt es sich um eine Substitutionstherapie mit symptomatischer Wirkung. Zahlreiche Studien lassen eine präventive Wirkungskomponente vermuten, in dem der Prozess der Knorpeldegeneration durch den Schutz seiner Oberfläche gebremst wird. Die im Gebrauch befindlichen Hyaluronsäurepräparate unterscheiden sich hinsichtlich Molekulargewicht und Halbwertszeit. Bei uns an der EMCO-Privatklinik wird den mittleren Konzentrationen der Vorzug gegeben, da diese den physiologischen Knorpeleigenschaften am ehesten entsprechen.
Die besten Behandlungsergebnisse erreicht man bei leicht- bis mittelgradiger Arthrose. Drei bis sechs Gelenksinjektionen in genau festgelegten Abständen werden empfohlen. Bei vielen Patienten wird ein sogenannter „Carry-Over Effekt“ beobachtet, welcher als beschwerdefreie Phase bis zu mehreren Monaten über die Therapiedauer hinaus beschrieben wird.

 
 
 

Eine weitere Möglichkeit Arthrose biologisch ohne Fremdstoff körpereigen zu behandeln, stellt die Verabreichung von autologem konditioniertem Plasma (ACP) dar. Hierbei werden körpereigene Proteine, wachstumsfaktoren und pluripotente Stammzellen in das betroffene Gelenk injiziert. (Eigenbluttherapie).
ACP wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, somit arthrosevorbeugend. Viele Studien haben gezeigt, dass sich Schmerz und Gelenksfunktion deutlich verbessern. Die fortschreitende Knorpelzerstörung wird nicht nur aufgehalten sondern es bildet sich auch neuer Knorpel (Chondroinduktion). Dies gilt für alle Gelenke und somit auch für die Gelenke der Wirbelsäule.

Weitere Indikationen für eine ACP-Therapie sind neben der Arthrose, Sportverletzungen (Bänder- Sehnen und Muskelfaserrisse) Sehnenentzündungen und schlecht heilende Frakturen.
Die ACP ist ein sicheres, steriles Verfahren, bei welchem ein- oder mehrmalig durch eine Spezialspritze konzentrierte Wachstumsfaktoren in abgenützte Gelenke gespritzt werden. Die Methode hat keinerlei Nebenwirkungen, da die körpereigenen Regenerationskräfte für den Heilungsmechanismus eingesetzt werden. Seine Wirkung ist absolut natürlich und besteht zu 100 Prozent aus körpereigenen Stoffen.

 

Sämtlichen hier genannten Therapieoptionen sind jedoch Grenzen gesetzt, weshalb sie im Regelfall bei leicht - bis mittelgradiger Arthrose zum Einsatz kommen. In den fortgeschrittenen Arthrosestadien bleibt deshalb als letzte Alternative oftmals nur mehr der Gelenksersatz.


 
   
 
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