handchirurgie
 
gelenksersatz
Prothese
 
prothesen
karpalkanalspaltung
Endoskopische Karpalkanalspaltung
Erkrankung
Dupuytren´sche Erkrankung

In der Handchirurgie ist neben bewährten Operationstechniken wie Synovektomien (Entfernung der entzündeten Gelenksinnenhaut) oder Arthrodesen (Versteifungsoperationen) der Trend zum Gelenksersatz nicht zu übersehen. Prinzipiell ist eine endoprothetische Versorgung an den meisten Hand- und Fingergelenken möglich.
Am weitesten ist der Gelenksersatz in den Fingermittelgelenken und dem Daumensattelgelenk ausgereift. Die IVORY-Prothese erlaubt neben einer schmerzfreien Beweglichkeit auch eine gute Gelenksfunktion. Im Bereich der Fingergelenke kommen heute neben Silastikprothesen (Neuflex, etc.) zementfreie Gleitflächenprothesen (Avanta, etc.) zum Einsatz.
Kurz- und mittelfristige Ergebnisse sind vielversprechend, Langzeitergebnisse stehen noch aus.

Wie am Ellenbogengelenk (z.B. arthroskopische Entfernung von freien Gelenkskörpern) sind endoskopische Operationen auch im Handgelenksbereich, zum Beispiel bei Verletzungen des Discus triangularis, möglich.
Eine Sonderform stellt die endoskopische Karpalkanalspaltung beim sogenannten Medianus-Kompressionssyndrom dar. In der EMCO-Privatklinik führen wir die offene Operation nur mehr bei rheumatischen Erkrankungen und knöchernen Einengungen des Nervs im Rahmen von schweren Arthrosen oder posttraumatischen Veränderungen durch. Bei allen anderen Patienten – diese stellen die überwiegende Mehrzahl der Fälle dar – führen wir den Eingriff endoskopisch durch. In einer Kurznarkose und Blutsperre dauert der Eingriff nur wenige Minuten. Der Patient kann am selben Tag die Klinik wieder verlassen und hat den Vorteil einer sehr kurzen (max. ein bis zwei Wochen) Rehabilitationszeit bis zur Wiedererlangung der vollen Handgelenksfunktion.

Die Dupuytren’sche Erkrankung ist eine gutartige Bindegewebserkrankung im Hand– und Fingerbereich, welche vor allem im mittleren Lebensalter bei Männern auftritt. Charakteristisch ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Innenfläche der Hand. Die gutartigen Wucherungen der Bindegewebszellen (Fibroblasten) führen zu Kontrakturen der Finger im Grund -und Mittelgelenksbereich. Bislang war die operative Entfernung dieser Wucherungen der »golden standard« in der Therapie dieser Erkrankungen. Alle konservativen Ansätze (Kortisoninjektionen, Vitamin E, Laser –und Ultraschallbehandlung) haben keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirkung. Mit der sogenannten Kollagenase-Therapie könnte jetzt eine neue Behandlungsära anbrechen.
Die Kollagenase ist ein Enzym, welches in der Lage ist, Kollagen abzubauen.
Sie wird aus Bakterien gewonnen und wird mit Hilfe einer Spritze mehrfach in die verhärteten Stränge und Knoten injiziert. Diese werden von dem Enzym abgebaut und aufgelöst (verdaut). Anschließend kann eine Streckquengelung durchgeführt werden, um die aufgeweichten Stränge zu zerreißen.
Das Medikament (Xiapex®) ist mittlerweile auch in Österreich zugelassen. Erste Studien sind vielversprechend, es gilt jedoch abzuwarten, ob die Kollagenase Behandlung langfristig eine echte Alternative zur Operation werden kann.

 
 
     
 
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