hueftchirurgie
  gelenkersatz

Nach Ausgeschöpfung der konservative Behandlungsmöglickeiten (siehe »Konservative Orthopädie«) der Arthrose des Hüftgelenks, hierbei als Coxarthrose bezeichnet, stehen folgende operativ-therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung:

Der endoprothetische Hüftgelenksersatz (HTEP) gilt als die erfolgreichste Operation des vergangenen Jahrtausends. 2010 war die Implantation einer Hüftprothese der achthäufigste operative Eingriff in Deutschland. In Österreich werden jährlich ca. 20000 Hüftendoprothesen implantiert.

Computergesteuerte Navigation und minimalinvasive Verfahren haben längst Einzug in die moderne Hüftchirurgie genommen und bieten große Vorteile für die Patienten: schnellere Mobilisierung, beschleunigte OP-Zeiten und verkürzte Krankenhausaufenthalte. Die wesentlichsten Qualitätsfaktoren in der Hüftendoprothetik sind geringe Komplikationsraten und möglichst lange Haltbarkeit der Implantate. Eine Hüftprothese, die gut implantiert und optimal in den Knochen eingewachsen ist, kann nur durch vermehrten Abrieb seiner Verschleißteile gelockert werden. Die Tribologie (Reibungslehre) ist deshalb heute mehr denn je ein hochaktuelles Thema in der Orthopädie.

Mit modernen Gleitpaarungen wird eine Reduktion des Abriebs erreicht, so dass im Vergleich zu früher mit längeren Standzeiten der Prothesen zu rechnen ist. Als sogenannter „golden standard“ gilt nach wie vor die Keramikkopf/Polyethyleninlay (PE)-Gleitpaarung wobei das heute verwendete hochvernetzte PE um den Faktor 10 weniger Abrieb produziert als das konventionelle PE in den früher verwendeten Systemen. Am wenigsten Abrieb haben die Hart-Gleitpaarungen (Metall/Metall und vor allem Keramik/Keramik). Obwohl Langzeitergebnisse noch ausstehen, geht der Trend beim „jugendlichen“ Hüftpatienten zu diesen „hard bearings“, um die Gefahr einer frühen Lockerung zu minimieren. Ein weiterer Trend in der Hüftendoprothetik findet sich in der Verwendung von Großköpfen, vor allem bei Hart-Gleitpaarungen. Diese haben einen geringeren Abrieb als Kleinköpfe. Weitere Vorteile sind ein gewisser Schmiereffekt sowie eine geringere Luxationsrate. Mit der Verwendung der modernen Gleitpaarungen und Großköpfen kann ein besseres funktionelles OP-Ergebnis und eine größere Luxationssicherheit bei gleichzeitiger Gewährleistung eines besseren Langzeitergebnisses erzielt werden.

Eine Alternative zum klassischen Gelenksersatz beim „jüngeren“ Hüftpatienten ist die die McMinn®-Hüfte oder Sportlerhüfte, welcher auch im deutschsprachigen Raum eine immer größere Bedeutung zukommt. Das Prinzip des Hüftoberflächenersatzes (Resurfacing) zielt darauf ab, den gesunden Oberschenkelhalsknochen zu erhalten, das heißt, dass man ausschließlich die geschädigten Arthroseoberflächen von Hüftkopf und -pfanne ersetzt.

Die natürlichen Winkel und Hebelverhältnisse bleiben erhalten, der Eingriff ist somit schonender, wodurch bessere Voraussetzungen für eine schnellere Mobilisierung gegeben sind. Die Patienten erlangen kurz nach der Operation eine optimale Funktion und können in relativ kurzer Zeit ein normales Leben einschließlich der Beteiligung an Freizeit– und leistungssportlichen Aktivitäten führen. Die verwendeten Materialien zeichnen sich aufgrund spezieller Legierungen durch eine ausgezeichnete Körperverträglichkeit und Langzeitstabilität aus. Die sogenannte »Birmingham hip«® wird seit 1991 verwendet, die mittelfristigen Ergebnisse sind laut Derek McMinn, ihrem Erfinder, vielversprechend. Allerdings stehen Langzeitergebnisse noch aus.

 
 
 
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