DIAGNOSTIK

Orthopädisches Erstgespräch

Anamnese und klinische Untersuchung sind von herausragender Bedeutung. Eine ausführliche Erhebung der Leidensgeschichte sowie eine exakte Untersuchung führen in rund 80% zur Diagnosestellung und sind somit Voraussetzung für eine sachgerechte Therapie. Dementsprechend erfordern sie Zeit und sollten in angenehmer und entspannter Atmosphäre erfolgen.

Im IGIA Ambulatorium erfolgt das Erstgespräch im Parterre neben dem Sekretariat im Eingangsbereich. Infiltrationen und Injektionen finden hier genauso statt wie Manual- und Neuraltherapie. Physiotherapie und Osteopathie sind in den Therapieräumen des 1. und 2. Stockwerkes lokalisiert. Hier ist auch das kürzlich etablierte Rückentherapie Center Dr. Wolff angesiedelt. Im 2. Stock steht uns ein Gerät zur Fußdruckmessung und ein Laufband zur Videoganganalyse zur Verfügung, welche Grundlagendaten zur Anfertigung von sensomotorischen, dynamischen Sportlereinlagen liefern.

In der Reichenhaller Straße sind die diagnostischen Räumlichkeiten im 1. Stockwerk des PKS Ordinationszentrums lokalisiert. Sie sind unter anderem mit mehreren Ultraschallgeräten ausgestattet. Infiltrationen, Injektionen, Punktionen und Neuraltherapie finden in einem eigens dafür eingerichteten sterilen Raum statt - auch kleine operative Eingriffe können hier durchgeführt werden. Des weiteren steht Ihnen ein Stoßwellengerät zur Verfügung. Es handelt sich um ein ultramodernes, kombiniertes Gerät – das erste seiner Art in Salzburg. Mit Hilfe von fokussierten und radialen Stoßwellen können unter anderen folgende Krankheitsbilder behandelt werden:

Fersensporn › Tennisellenbogen › Kalkschulter › Sehenenentzündungen › Trigger- und Schmerzpunkte bei chronischen Schmerzen der Wirbelsäule

Bildgebende Diagnostik

Rönten und Kernspin MRT/MRI sind von überragender Bedeutung.

Röntgen

Der Orthopäde benötigt neben konventionellen Röntgen oftmals Spezialröntgen. Dies betrifft sowohl die Wirbelsäule als auch sämtliche Gelenke.

Computer und Magnetresonanztomografie (CT, MRT)

Sind oft zur weiterführenden Diagnostik unerlässlich, 3 Institute stehen in Salzburg zur Verfügung. (Doringer, Kubin, Irnberger)

Knochenszintigrafie

Sie spielt bei der Abklärung von entzündlichen Veränderungen und der Rheumadiagnostik und möglichen Lockerungen von Kunstgelenken eine entscheidende Rolle. (Ist in den Nuklearmedizinschen Abteilungen der SALK und im LKH Schwarzach möglich.)

Für alle diese Untersuchungen vereinbaren wir im Bedarfsfall gerne für Sie einen raschen Akuttermin.

Konservative Orthopädie

Arthrosebehandlung

Als Arthrose bezeichnet man die Schädigung und in weiterer Folge den Verschleiß des Gelenkknorpels. Sie ist die wichtigste Ursache für Bewegungseinschränkungen und eine schwerwiegende Belastung für alle Gesundheitssysteme. Bei den über 60 jährigen klagt jeder Zweite über schmerzende Gelenke, wobei Hüfte und Knie zahlenmäßig am stärksten betroffen sind. Die Arthrose hat viele Ursachen - erbliche Veranlagung, Übergewicht, Beanspruchung im Beruf oder Sport. Sie ist im Regelfall ein fortschreitendes Leiden, welches zu chronischen Schmerzen führt und eine dramatische Abnahme der Lebensqualität sowie der Arbeitsfähigkeit zur Folge hat.

Die Behandlungsmethode richtet sich nach dem Ausmaß des Gelenkverschleißes, welcher durch bildgebende diagnostische Untersuchungen wie Röntgen und/oder Kernspintomographie (MRT) festgestellt wird. Die Arthrosebehandlung umfasst zum Teil sehr unterschiedliche therapeutische Optionen.

Stosswellentherapie

Chronische entzündliche Reizzustände an Bänder- und Sehnen können trotz intersiver Physiotherapie über Monate Schmerzen bereiten. Seit 1992 kommen Stoßwellen bei diesen Erkrankungen zum Einsatz.

Manuelle Medizin

Die Manuelle Medizin befasst sich mit reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Als Synonym für Manuelle Medizin wird oft der Begriff Chirotherapie verwendet.

Aufgabe der manuellen Diagnostik ist es, an Hand der klinischen Untersuchung die Ursachen und Auswirkungen von Funktionsstörungen am Bewegungsapparat festzustellen. Die Diagnostik der segmentalen Störung umfasst die Haut, das Bindegewebe, die Muskulatur und die Gelenke.
Die an die Diagnostik anschließende manuelle Therapie sollte die Funktionsstörung verbessern oder im Idealfall ganz beseitigen.

Die manuelle Therapie beinhaltet Weichteiltechniken, Mobilisation, Manipulation, sowie neuromuskuläre Therapien, die einzeln oder in Kombination angewendet werden.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist eine Form der Regulationstherapie und kann als solche alleine oder in Kombination mit allen herkömmlichen Therapieformen angewendet werden.

Verborgene Entzündungen, Narben oder abgelaufene Erkrankungen stellen Schwachstellen, sogenannte Störfelder dar, die den Regulationsmechanismus des ganzen Körpers belasten und die Abwehrkraft schwächen. Ziel neutraltherapeutischer Anwendungen ist es, entgleiste Regelsysteme zu normalisieren, und Störfelder auszuschalten.
Die gezielte Infiltration kleiner Mengen eines Lokalanästhetikums führt zur Normalisierung der Körperregulation und der Organismus kann sein verlorenes Gleichgewicht wieder finden.

Sauerstofftherapie-Oxiven

Bei der Oxyvenierung nach Regelsberger wird reiner medizinischer Sauerstoff in kleinen Mengen durch eine intravenöse Infusion dem Körper zugeführt. Verschiedene Erkrankungen können erfolgreich behandelt werden.

Die dem Blut zugeführten kleinen Sauerstoffbläschen führen zur Bildung von gefäßerweiternden und entzündungshemmenden Gewebshormonen. Die Thrombozytenaggregation wird gehemmt und somit einer Thrombose entgegengewirkt. Es kommt zu einer deutlichen Durchblutungsförderung im gesamten Körper.

Lichttherapie-Bioptron

Bei dem BIOPTRON Lichttherapie System handelt es sich um anerkannte Medizingeräte. Der Kernbestandteil ist eine optische Einheit mit einer Halogenlichtquelle, die Licht ausstrahlt, das dem natürlichen elektromagnetischen Spektrum der Sonne ähnlich ist, jedoch keine UV-Strahlung enthält. Dieses Verfahren beschleunigt und verstärkt die körpereigenen Regenerationsfähigkeiten und wirkt so unterstützend bei der Selbstheilung.

Operatives Leistungsspektrum

Schulterchirurgie

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers und funktioniert durch ein komplexes Zusammenspiel der gelenkbildenden Knochen, der Gelenkskapsel, von Bändern, Sehnen und Muskeln.
Durch die verschiedensten Einflüsse können diese Strukturen in Mitleidenschaft gezogen werden und zu Beschwerden führen. Während bei älteren Patienten häufig quälende Schulterschmerzen, vor allem in der Nacht die Lebensqualität beeinträchtigen, stehen bei jüngeren Patienten in den meisten Fällen Instabilitätsprobleme im Vordergrund.

Der überwiegende Teil der Schmerzen im Bereich des Schultergürtels betrifft nicht das eigentliche Schultergelenk, sondern spielt sich im sogenannten Subacrominalraum ab. Darunter versteht man den Bereich unterhalb des Acromions (Schulterdach). Aufgrund der hier oftmals begrenzten räumlichen Verhältnisse (= subacromiale Enge) werden Erkrankungen in diesem Bereich als subacromiales Engpassyndrom oder Impingementsyndrom bezeichnet. Wichtig bei allen Beschwerden ist eine rasche und konsequente Diagnostik und Therapie.

Ellenbogenchirurgie

Durch die zentrale Stellung in der Gelenkkette der oberen Extremität ist das Ellenbogengelenk von herausragender Bedeutung für die Funktion und Gebrauchsfähigkeit des Armes. Je nachdem welche Teile des Ellenbogengelenks an welcher Stelle akut oder chronisch betroffen sind, variieren Verletzungsart und Symptome erheblich. Posttraumatische Bewegungseinschränkungen, Instabilitäten oder Schmerzen sind nicht selten mit einer erheblichen Behinderung im privaten und beruflichen Alltag verbunden.
Ellenbogenverletzungen müssen frühzeitig erkannt und korrekt therapiert werden. Ziel jeder Therapie ist die Wiederherstellung einer dauerhaften stabilen, uneingeschränkten und schmerzfreien Gelenkfunktion.

Handchirurgie

Unsere Hände leisten Unglaubliches: Auf engstem Raum finden sich Strukturen, die uns grob und fein greifen lassen. Unsere Hand ist eine hochempfindliches Sinnesorgan, kann kalt von warm unterscheiden, und sogar das Material, welches gerade ertastet wird. Verletzungen oder Erkrankungen schränken in nahezu allen Lebensbereichen unsere täglichen Aktivitäten ein. Aufgrund ihrer komplexen Struktur und Funktion ist ein Gesamtkonzept zur Behandlung erforderlich, das höchste Ansprüche an den Chirurgen, Therapeuten und Patienten stellt.

Hüftchirurgie

Nach Ausgeschöpfung der konservative Behandlungsmöglickeiten (siehe »Konservative Orthopädie«) der Arthrose des Hüftgelenks, hierbei als Coxarthrose bezeichnet, stehen folgende operativ-therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung:

Kniechirurgie

Mit Hilfe der in der Hüftchirurgie erwähnten Qualitätsparameter gelingt es beim Hüftgelenksersatz im Regelfall Schmerzfreiheit zu erzielen, und somit die Patienten in einem sehr hohen Ausmaß zufrieden zu stellen.

Beim Kniegelenksersatz ist das viel schwieriger, weil trotz fehlerfreier Implantationstechnik Vernarbungen zu frühzeitigen Problemen führen können. Es hat sich deshalb bewährt, in der Behandlung der Kniearthrose einen Stufenplan zu verfolgen. Nur die individuell abgestimmte Kombination von verschiedenen Behandlungsansätzen führt zum Erfolg. Diese setzt eine umfassende Kenntnis sämtlicher konservativer und operativer Therapieoptionen sowie präventiver Maßnahmen voraus.

Sprunggelenkchirurgie

Das Sprunggelenk ist ein sehr komplexes Gelenk mit vielen unterschiedlichen Funktionen. Der Plattfuß, Knicksenkfuß, die Sprunggelenksinstabilität, Knorpelprobleme oder auch Probleme im Bereich der Sehnen wie der Achillessehne können Schmerzen im Bereich des Sprunggelenks verursachen.

Fußchirurgie

Unsere Füße sind wahre Wunderwerke der Evolution. Mit mehr Sinneszellen als im Gesicht, melden sie jede kleine Unebenheit, sie halten uns im Gleichgewicht, bewegen und stützen uns. Fast 30 Knochen, beinahe 30 Gelenke, 60 Muskeln, mehr als 100 Bänder und über 200 Sehnen machen sie zu einem ausgeklügelten Meisterwerk. Obwohl sie uns überall hintragen sollen, vernachlässigen wir sie häufig. So kann es im Laufe des Lebens zu zahlreichen Erkrankungen der Füße kommen.

Wirbelsäule

An der Wirbelsäule steht die Diagnostik im Vordergrund des orthopädischen Leistungsspektrums. Meistens ist neben der klinischen Untersuchung und dem konventionellen Röntgen eine ergänzende Schnittbilduntersuchung (CT oder MRT) notwendig. Die sehr unterschiedlichen Beschwerdebilder, welche Bandscheiben- und Wirbelsäulenerkrankungen verursachen, setzen eine genaue Anamnese und Untersuchung voraus.